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Exhibitions

Dieses Link führt zu Teilen der Diabolus Gallery Hompage (www.gallery-diabolus.com), die ich ursprünglich dem Publikum nicht zugänglich machen wollte. Es sind zum Teil technisch notwendige Bildersammlungen, die ich benutze, wenn ich die Nachrichten der Galerie schreibe. Das Publikum findet diese Bilder zerstreut im Text der Nachrichten. Andererseits eine Notlage, die ich bald erkläre, hat dazu geführt, dass ich die von dem Homepage angebotene Möglichkeiten zu einem anderen Zweck genutzt habe.
Meine Interesse durch meiner Tochter geweckt, habe ich mich entschlossen nach zwei-drei Jahrzehnten noch ein weiteres Universitätsstudium anzufangen. Das hier gezeigte Projekt war im Sommersemester 2007 die Stadtentwicklung Prüfungsaufgabe der Architektur-Studenten an der Technischen Universität in Wien. Die Aufgabe sollte von Studentengruppen von je vier Personen gelöst werden. Wir haben eine Woche Arbeitszeit gehabt.
Es sind immer stürmische Zeiten, wenn man an einer Uni Prüfungen hat, aber diesmal war es irgendwie noch stürmischer als gewohnt, und die Gruppe hat nicht einmal Zeit gehabt, um wirklich zusammenzukommen und gemeinsam zu arbeiten. Das Homepage war eine große Hilfe. Jeder hat mir per E-Mail geschickt, was sie gemacht hat, und ich habe es auf der Homepage geladen, damit auch die anderen Mitglieder sehen können, was wir bisher zusamengebracht haben. Alles war versteckt, für das Publikum nicht zugänglich, ausgenommen die kurze Zeitspannen, wenn ich freigeschaltet habe um zu kontrollieren, wie es aussieht.
Offensichtlich waren diese kurze Minuten genug um Interesse zu wecken, weil ich positive Rückmeldungen bekommen habe. Deswegen schalte ich diesen Projekt für das Publikum frei. Das Thema ist für die Zukunft der Stadt Wien ein zentrales Thema. Es wäre natürlich besser alle Studentenarbeiten zu sehen. Es gibt sicherlich bessere Arbeiten, als unsere. Auch wir haben weitere Ideen in der Zwischenzeit, aber die Zeit war sehr kurz, es reichte nur um einige Lösungsansätze auszuarbeiten.

Klára Gehér



STADTENTWICKLUNG PRÜFUNGSAUFGABE 2007S
Klára Gehér 0627894
Zusana Nagelova 0025831
Noémi Ördög 0470043
Jacqueline Raab 0526227


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Motto: "Ein Fluss der Erinnerung - Ein Tal der Zukunft"

Fakten:
Der Wienfluss entspringt im westlichen Wienerwald (Nähe Rekawinkel) in 520 Metern Seehöhe Gewässerstrecke: 34 Kilometer
Einzugsgebiet: 230 Quadratkilometer / zwei Drittel Wiener Stadtgebiet
Teile des Wienerwaldes bis Pressbaum, zahlreiche Zuflüsse im Oberlauf: naturnah erhalten
15 Kilometer Verlauf durch die Stadt Wien: In einem geometrisch ausgeformten, hart verbauten Hochwassergerinne (eine Hauptlinie für die Entwässerung)
Einzugsgebiet: Kanalisationsnetz des Rechten und Linken Wienflusssammelkanals

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Das Wiental müsste durch seine örtlichen Gegebenheiten - den Fluss, den Grünraum, den historischen Charakter - eigentlich ein ansehnliches und qualitativ hochwertiges Gebiet Wiens sein. Doch einige Faktoren verhinderten bis jetzt eine Ausschöpfung dieses wertvollen Potentials.

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Die Aufgabe der "Internationalen Bauausstellung Wiental 2020" besteht darin, den existenten Raum im Hinblick auf soziale, ökologische und kulturelle Aspekte aufzuwerten, dabei jedoch möglichst wirtschaftlich vorzugehen. Ziel ist es, im Wiental einen urbanen Bereich zu schaffen, in dem sich der Mensch wohl fühlt, einen, der für andere sich entwickelnde (Stadt-)Gebiete eine Vorbildfunktion erfüllt und auf den man auch in Zukunft bauen kann.

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Zentrale Themen, die im Zuge der "IBA Wiental 2020" bearbeitet werden:

° Änderung der Verkehrssituation im unmittelbaren Naschmarktbereich; Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs

° Naschmarkt: attraktivere Gestaltung des westlichen Endes

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° Frei liegender Wienfluss zwischen Naschmarkt und U4 Station Pilgramgasse: Einzug einer neuen Ebene mit Gewässer und Bewachsung; "Wasserspiele"; Wasserfälle; Wasserschöpfräder; Erinnerungen an das alte Wien (Museumszeile)

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° Grünfläche beim Gaudenzdorfer Gürtel: Verbindung dieser Grünfläche mit angrenzenden Parkanlagen --> Schaffung einer ausgedehnten grünen Insel; Biotop; Memorialpark Thema "Wiener Geschichten"

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° Wohnblock am Gaudenzdorfer Gürtel: Schaffung eines Bildungszentrums (überwiegend Förderung kreativer Fachrichtungen)

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Weitere Bilder von dem Baublock am Gaudenzer Gürtel

° Frei liegender Wienfluss hinter Mariahilfer Gürtel bis Innstraße: Aufstauen des Wassers, um Bootsfahrten zu ermöglichen (keine durchgehende Strecke)
° Energienutzung: Sonnenkollektoren
° Renovierung einiger Sozialbauten: Annäherung an prachtvolle Jugendstilbauten entlang des Wientals oder Schmücken mit historischen Bildern/Malereien/Planen
° Verlängerung der U-4 bis Wien Auhof; dort erfolgt die Errichtung neuer Parkhäuser

Problembereich (1):
Der Wienfluss, eng mit der Wiener Geschichte verknüpft, könnte zurzeit als unattraktiver, zubetonierter, müllverschmutzter Graben bezeichnet werden, mit dem die Menschen sich nicht verbunden fühlen. Große Unterschiede zwischen minimalem und maximalem Wasserpegel erschweren eine Änderung dieses Zustandes. Der Wienfluss führt bei Niederwasser 200 Liter pro Sekunde ab, bei extremen Hochwasserfällen 450.000 Liter und mehr; Ursache: Wiener Sandstein
Die folgenden Bilder vom 10 Juni 2007 zeigen wie überfordert im Falle eines starken Regens das Kanalizationsnetz in Wien sein kann, und wie wichtig das Weiterbau des Wienkanals ist.

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Weitere Bilder: Überlastete Kanalization in Wien

Um den Menschen den Zugang zum Wasser zu ermöglichen, gab es bereits Lösungsvorschläge (z.B. Radwege mit Warnanlage im Falle von Hochwasser), die aber bis jetzt in diesem Gebiet noch nicht verwirklicht wurden.
Lösung:
Künftig sollen keine Mischwasserausleitungen in den Wienfluss mehr erfolgen. --> Weiterbau und Fertigstellung des Wienkanals bis 2015; Doppelnutzung des Kanalsystems als Speicher und Abwasserabfluss --> Entlastung, neues Potential für bewusste Umweltpolitik
Versuchsstrecken am Wienfluss:
(1) Bereich Schönbrunn: Ingenieurbiologische Bauweisen --> Alternative zu harten Verbauungen; Ufer durch Verwendung von lebenden Pflanzen gesichert, Artenvielfalt von Wassertieren und -pflanzen gefördert; Schutzwirkung durch dichten, flächigen und elastisch wirkenden Bewuchs erzielt (Weidenspreitlage, Faschinenreihe).

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(2) Zwischen U-Bahn Station Pilgramgasse und Margartengürtel: Wasser leicht aufgestaut --> Seitenwände gerade vom Wasser erreicht; Betonbecken mit großen Steinen beschüttet; Wasserpflanzen und von Ufern herunterhängende Pflanzen begrünen Fluss oder Seitenwände mit Solaranlagen bedeckt (z.B. Energie für Lichtkunst nutzen).

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(3) Zwischen Maragretengürtel und Auer-Welsbach-Park: Wasser stärker aufgestaut -> mit Booten befahrbar --> für längere Bootsfahrten müssten aber Brücken höher gebaut werden und Verkehr der Kreuzungen eine Ebene höher sein

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(4) Fluss wird zweigeschoßig geführt: Jetziger Graben wird mit neuem Wasserbecken überbaut; Mögliche große Wassermengen fließen bedeckt im jetzigen Graben, oben natürlich aussehender, vom hinauf gepumpten Wasser ernährter Bach

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Die Umgestaltung soll für die Menschen durch den natürlichen Charakter ein angenehmes Ambiente schaffen und ermöglichen, dass das Wiental wieder (gerne) in das alltägliche Leben der Menschen mit einbezogen wird. Dieses Gewässer ist mit einem Biotop auf der Grünfläche beim Gaudenzdorfer Gürtel verbunden. Außerdem machen künstlerische Wasserfiguren (Abschnitt mit stehendem Wasser), Wasserfälle (Unterbrechung der Ebene), Wasserschöpfräder (um das Wasser hinauf zu transportieren) und historisches Gut an Böschungswänden auf sich aufmerksam.

Problembereich (2):
Hauptattraktionen Wiens: Schönbrunn und das Zentrum, breite gebäudefreie Verbindungslinie, vorhandenes Potential für einen grünen Boulevard mit Parkanlagen --> <-- Hauptverkehrsader, Hochwasserentlastung, die volle Breite ist ungünstig genutzt, laute und unattraktive Wohngegend

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Lösungsansätze:
Ein Wunschtraum wäre, den Verkehr zu einem absoluten Minimum zu reduzieren (eine Spur in beiden Richtungen, 30 Zone). Diese Zielsetzung ist in 13 Jahren unrealistisch, aber die Stadtplanung sollte immer die Wunschträume bei der Realisierung im Auge behalten.

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Der Verkehr kann nicht komplett eliminiert werden (wie z.B. durch Verlegung in den Untergrund --> zu kostspielig, statisch ein Risiko, Zu- und Abfahrten räumlich nicht möglich; oder durch vollständig verkehrsfreie Zone Naschmarkt --> eine Eliminierung der neuralgischen Verkehrsader Wienzeile würde die unmittelbare Umgebung verkehrstechnisch äußerst beeinträchtigen).
Vorgeschlagene Maßnahmen, um den Verkehr zu reduzieren: Verlängerung der U-4 bis Wien Auhof --> Anreiz für Pendler von A1 bieten, von der Stadtgrenze öffentlich zur Arbeitsstelle zu fahren --> P+R Parkhäuser mit gratis Parken und verbilligte Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel; Parkhäuser am Ring; Entlastung durch Verbesserung der Verkehrssituation in den Parallelstrassen (Schönbrunnerstr., Gumpendorferstr., Margaretenstr.); Radwegnetz; Elektrorollernetz; Verbesserung der öffentlichen Verkehrsverbindungen; Fahrverbot für Lastkraftwagen innerhalb des Gürtels (Ausnahme Ladetätigkeit); Tagesfahrgebühr im Zentrum (Vgl. London); reduzierte Parkgebühr für Stadtautos; Förderung der Familien beim Kauf von Stadtautos und innovative Verkehrsmittel (Rollerblade Squirrel, Elektroroller, Rehascooter, Golfscooter, Segway)

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Weitere Bilder

Problembereich (3):
Wien ist eine der grünsten Städte Europas --> <-- Es gibt keine in zentrumsnähe gelegenen Grünviertel. Überall gibt es geschlossene Gebäudereihen. Das Zentrum verliert vor allem jene Bewohner, die kulturelles Interesse und finanzielle Potentiale für die Erhaltung des Zentrums hätten.

Lösungsansätze:
Langfristig könnten beidseitig entlang des Wienflusses repräsentative Bauten entstehen.
Sollten alte Gebäude abgerissen werden, könnten die Grundstücke von der Stadt gekauft werden. Um das Gebiet aufzulockern, sollten frei werdende Grundstücke zum Teil nicht mehr bebaut werden. Nach dem Abbruch sichtbare Seitenwände und Hofseiten angrenzender Gebäude sollten mit neuen Fassaden ausgestattet werden.

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Problembereich (4):
Der Naschmarkt, Ende des 18. Jahrhunderts gegründet, heute eine Wiener Sehenswürdigkeit, ist von stark befahrenen Straßen, Verkehrslärm, Schmutz und wenig Durchgangsraum für Fußgänger und Radfahrer geprägt. Der Versuch, den Besuch zu genießen, erweist sich als schwierig.

Lösungsansätze:
In Zukunft soll der Naschmarkt an die Gebäude entlang der jetzigen linken Wienzeile (viele prachtvolle Jugendstilbauten) angerückt werden. Die Verlegung dieser erfolgt dann um die Breite des Naschmarktes (30m) nach Süden. Der stadtauswärts fließende Verkehr wird vom stadteinwärts fließenden Verkehr (auf der Trasse der rechten Wienzeile, die erhalten bleibt) durch eine Leitschiene getrennt. Der Naschmarkt in wird durch eine Lärmschutzverglasung von der insgesamt vierspurigen Verkehrsader separiert. Allerdings bleibt er im Bereich der momentanen orthogonalen Verbindungen zwischen rechter und linker Wienzeile für Lieferanten und aus Sicherheitsgründen zugänglich.
Die Verbindungsstraßen zwischen Gumpendorferstraße und Linker Wienzeile in der momentanen Lage dienen nur mehr dem Zulieferverkehr für den Naschmarkt und als Parkplatz für Anrainer. Eine verstärkte Nutzung dieser Straßen durch Fußgänger/Radfahrer soll dadurch erzielt werden.
Am Ende des Naschmarktes auf Höhe Stiegengasse wird der stadtauswärts fließende Verkehr schließlich wieder auf die Nordseite des Wienflusses zurück geführt.
Durch diese Änderung haben Passanten mehr Bewegungsfreiheit und sind ungestörter beim Marktbesuch. Die Marktatmosphäre bleibt nach wie vor erhalten, historische Bauten bleiben geschützt.

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Problembereich (5):
Am westlichen Ende des Naschmarktes kann man zurzeit nicht von einer einladenden Umgebung sprechen: Der Markt löst sich allmählich auf (große leere Asphaltflächen), die Marktstände selbst sind äußerst unattraktiv, der Parkplatz riesig und nicht voll ausgelastet.

Lösungsansätze:
Die Begriffe "Markt" und "Garten" finden zusammen: Ein grüner Bereich wird geschaffen, der von schöner Pflasterung durchzogen ist. Eine Blumeninsel, Brunnen und Sitzbänke verhelfen zum Entspannen. Es gibt einen neuen Radweg und einen Radabstellplatz. Inmitten dieses "Gartens" werden Marktstände errichtet.
Der Parkplatz hinter dem Naschmarkt wird verkleinert, dafür entsteht wieder eine Grünfläche (Anbindung zu zweiter Ebene über dem Wienfluss).

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Die angesprochenen Themen sind alle Teil einer zu erwartenden Modernisierung des Wientals. Ebenso wichtig ist aber die Erinnerung an die Geschichte Wiens und der Schutz der bestehenden historischen Gebäude.
Um einen zukunftsfähigen und effektiven Umbau der Verbindungslinie Karlsplatz-Schönbrunn erzielen zu können, müsste ausreichend Kapital zur Verfügung stehen.
Finanzierung: EU - Gelder, Stadt Wien, Weltkulturerbe Fonds von UNESCO, Umweltschutz Fonds, Spendenaktionen von der allgemeinen Bevölkerung (Bsp.: Hilfe für den Stephansdom), Sponsorgelder von Unternehmern

Die genannten Veränderungen des Wientals alleine machen aber noch keinen gut funktionierenden, vorbildlichen Stadtteil aus. Für diese Entwicklung ist es wichtig, dass die in der Umgebung lebenden Menschen die entsprechende Einstellung haben, denn das Bewusstsein der Menschen trägt zu großem Teil an einer Steigerung der Lebensqualität bei. Denn Dinge wie einen Ort sauber zu halten oder Respekt und Verständnis anderen Menschen und der Umwelt gegenüber zu zeigen, müssen in erster Linie von den Personen selbst kommen --> eine Stadt trägt nur zu einem Bruchteil dazu bei.

Fotos am ersten Erkundungstag
Fotos am zweiten Erkundungstag
Fotos am dritten Erkundungstag
Fotos am vierten Erkundungstag